http://www.weltenbummler-hochstoeger.at/
Lg
Martin
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Lg
Martin
Nach anstrengenden 24 Stunden ohne Schlaf sind wir am 12. Juni 2007 nach insgesamt 13 Flügen um ca. 23:00 in Wien gelandet. Wir freuen uns wirklich sehr wieder daheim zu sein (keine grauslig herumspuckenden Chinesen mehr, ein Traum
). So blöd es für euch vielleicht auch klingt, aber uns wäre es viel lieber, wenn jetzt bei unserer Ankunft in Österreich Winter wäre. Wir haben nun seit Mitte Jänner mehr oder weniger Sommer. So richtig schöne -5°C mit Schnee und Eis wäre für uns jetzt was tolles (ich schätze ihr werdet das etwas anders sehen).
Gleich mal die wichtigse Frage, hat sich das ganze gelohnt, würden wir es nochmals machen?
Ja, auf alle Fälle. Diese Weltreise nach meinem Studium war das Beste was mir machen haben können. Ohne auch nur 1 Sekunde zu zögern, würde ich wieder in den Flieger nach Lima einsteigen. Wenn es um das Reisen geht, schieben es viele Menschen immer auf und sagen, ja das mach ich später Mal. Leichter wird es später sicher nicht mehr (Job, Familie, …). Mir war immer irgendwie klar, wenn wir diese Weltreise nicht jetzt machen, werden wir sie wahrscheinlich nie machen und ich hätte mich mein Leben lang gefragt, wie wäre es wohl gewesen. Darum sage ich
Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben
Ich weiss noch genau, dass viele, denen ich damals von unserem Vorhaben erzählt habe dazu meinten “na ist das nicht gefährlich so was”. Ich muss ehrlich sagen, dass ist mir schon auch sehr auf die Nerven gegangen. Nein es ist nicht gefährlich. Wenn man mit Hausverstand reist, ist es um nichts gefährlicher, als bei uns. Für alle die meinen, außerhalb von Europa ist es zu gefährlich kann ich nur sagen
Die Welt ist zu schön, um sich vor ihr zu verstecken
Okay es sind nun “nur” 10 Monate geworden und nicht 12 wie ursprünglich geplant. Wo haben wir die 2 Monate eingespart? Also 1 1/2 Monate haben wir in Australien verkürzt, da uns Westaustralien nicht mehr wirklich angesehen hat (wäre mehr Fahren als Sightseeing gewesen) und auch China wurde um 1/2 Monat verkürzt. Wir haben in China aber nur einige kleinere Sachen gestrichen, die Highlights unserer China Route haben wir auch gesehen. Das was wir uns vorgenommen haben, was wir unbedingt sehen wollen haben wir alles gesehen, d.h. es ist jetzt sicher nicht tragisch für uns das es “nur” 10 Monate wurden. Die Reiseideen werden mir wahrscheinlich nie ausgehen und es hätte für weitere 2 Monate noch viele tolle Möglichkeiten gegeben. Peking, das bietet sich ja perfekt an um mit der transibierischen Eisenbahn gemütlich in 2 Monaten über die Mongolei und Russland bis nach Moskau zu fahren. Möglich wäre alles gewesen, 100€ Umbuchungsgebühr und wir hätten einen Moskau – Wien Flug anstatt des Peking – Wien Fluges gehabt. In Tibet hätte man es sicher auch noch 1 Monat ausgehalten. An den Ideen ist es wirklich nicht gescheitert, aber wie fleissige Leser eh wissen müssen, schrieb ich ab Australien, dass wir nun auch schon etwas reisemüde werden und dazu möchte ich auch noch ein paar Zeilen schreiben:
Was genau war für uns Reisemüde? Also es war jetzt nicht so, dass wir grosses Heimweh gehabt haben. In Zeiten von Internet-Telephonieren (sprich Skype) kann man ja eh fast gratis stundenlang mit daheim telephonieren und weiss im Prinzip alle Neuigkeiten, wie wenn man daheim wäre. Was uns nach einigen Monaten reisen fehlte, war einfach das fixe Zuhause. Nach ein paar Monaten reisen (7-8 Monate) wird es so mühsam, wenn man ständig in ein neues Hostel kommt, immer aus den Rucksack lebt, sich jeden Tag ein Restaurant suchen muss, immer für den nächsten Tag den Tagesablauf planen muss (was schaut man sich an, wie kommt man hin) … . Vielleicht kann ich es euch mit folgendem Beispiel noch besser vermitteln was ich meine: Man hat den Zahnputzbecher nicht wie daheim neben dem Waschbecken stehen, sondern muss jeden Abend wieder im Rucksack herumkramen bis man in endlich hat. Das ist nur der Zahnputzbecher, aber so ist es mit vielen Dingen. Ich glaube ihr wisst eh was ich meine. Ich bereue es nun sicher nicht, dass wir 10 Monate gereist sind, aber bei diesem Endbericht sollte halt auch gesagt werden, dass wir zum Schluss auch etwas “reisemüde” wurden.
An dieser Stelle möchte ich mich auch mal wirklich vom ganzen Herzern bei Petra bedanken. Das nicht Petra eines Tages zu mir gesagt hat “Martin wie waers, machen wir die Welt unsicher”, sondern das das ganze auf meinem Mist gewachsen ist, wird den meisten eh klar sein. Zunaechst war Petra natuerlich auch etwas skeptisch (dreht er jetzt schon ganz durch, Weltreise?), aber mit jedem Abendessen, bei dem ich ihr von meinem Plan vorschwärmte, stand sie dem Vorhaben immer positiver gegenüber und schlussendlich starteten wir am 13. August 2006 los. Mir ist sehr bewusst, dass es von einer Freundin nicht selbstverständllich ist, sowas mitzumachen, also wirklich DANKE PETZAL!!!
Eine Frage die euch sicherlich auch brennend interessiet ist, was hat uns der Spass gekostet:
Ich kann es euch jetzt nicht genau sagen, da ich es mir selber erst in Ruhe daheim ausrechnen muss. Von dem was jetzt noch am Konto ist, glaub ich, dass wir pro Person (für wirklich alles) ca. 14 000 Euro gebraucht haben. 12 Monate wären sich vom Geld schon auch ausgegangen, d.h. wir haben sicher nicht wegen dem Geld auf 10 Monate verkürzt. 28 000 Euro, das ist sehr viel Geld und wir hätten vieles anderes darum kaufen oder machen können (Haus, Auto, …). Ich muss aber ehrlich sagen, ich weine keinem einzigen Euro der 28000 nach. Ich sehe das irgendwie von der Seite: man könnte sich um dieses Geld z.B. ein tolles Auto kaufen oder auf Weltreise fahren. Das Auto ist sicher toll und alles, aber was hab ich 15 Jahre nach dem Kauf noch von den 28000 Euro? Mit der Weltreise hab ich Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnisse, … die mir nie wieder jemand wegnehmen kann. Ich glaube somit, dass wir die 28000 Euro gut investiert haben. Wenn ich mir es so überlege, gibt es auf der Welt eigentlich eh nicht viel, was man kauft und garantiert ein Leben lang hat. Selbst bei einem Haus kann immer was passieren, aber eine Reise kann niemand mehr aus dem Kopf löschen –> tolles Preis-Leistungsverhältnis.
Wir müssen uns auch wirkich bei unserem Reise-Schutzengel bedanken. Es wurde nie was von uns gestohlen, was ja bei unseren Reisezielen nicht unbedingt selbstverstaendlich ist. In Südamerika haben wir mehrmals von anderen Touristen gehört, dass nach einer Nachtbusfahrt ihr Rucksack nicht mehr da war. Weiters haben wir in den letzten 10 Monaten genau heisse 2 Aspirin benötigt. Ich hatte einmal für einen Tag leichtes Fieber in Südamerika, hin und wieder hatten wir natürlich auch etwas Durchfall, aber das wars. Was will man mehr, von Diebstahl und Gesundheit haben wir wirklich immer Glück gehabt, was das Wichtigste ist und wir sind sehr froh und dankbar darüber.
Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen mit euch allen, aber fragt mich dann bitte nicht “und was war das Schönste der ganzen Weltreise”. Ich kann euch diese Frage nicht beantworten. Wir habe kaum schlechtes gesehen. Es gibt soviele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten (Stadt, Landschaft, Kultur, …) und es ist für mich wirklich unmöglich nun zu sagen, was das Beste war. Das einzige was ich euch anbieten kann ist eine Top 3 Reihung unserer schönsten Städte
Martin: 1. Rio 2. Sydney 3. Hong Kong
Petra: 1. Sydney 2. Hong Kong 3. Peking (Sehenswürdigkeiten und nicht die Leute) + Rio
Diese Weltreise hat sicherlich unsere Meinung über Distanzen und Entfernungen komplett über den Haufen geschmissen. Im Flugzeug war ich ganz “schockiert” wie klein die Welt eigentlich ist. Es wird ja immer angezeigt, wie viele km es noch bis zum Flugziel sind. Peking – London sind schwache 8000 km, alleine in Australien sind wir schon 10 000 km gefahren.
Ich glaube wir schätzen und nutzen überhaupt nicht, wie leicht man eigentlich in Europa reisen kann. Wir brauchen nur 100km Fahren und sind in einem komplett anderen Land mit komplett anderem Essen, Landschaft, Kultur, … . Viele Australier und Neuseeländer haben uns gesagt, dass sie uns um das sehr beneiden. In Australien fährst du 100 km und es ändert sich absolut nichts. Das einzige in der Nähe sind für sie asiatische Länder, aber für alles andere müssen sie wirklich weit fliegen.
Für die nächsten paar Jahre können unsere Mamis und Omas mal etwas durchatmen. Wir haben uns vorgenommen, dass wir uns Österreich und Europa etwas genauer anschauen werden (aber nur keine Sorge, mir fällt schon wieder mal eine ausgefallene Reise ein
). Reisen ist ja in Europa wirklich eazy. Wenn ich bei uns 15h Fahre ist man schon wirklich weit (Amsterdam, Berlin, Paris, Rom, Warschau, Budapest, … ). Wir hatten die letzten 10 Monate so viele Nachtfahrten >10h, also warum sollte ich es jetzt daheim nicht mehr machen? Bei uns in Europa ist es ja noch leichter, als im Rest der Welt, weil es gibt ja schon wirklich überall einen Billigflieger hin. Glaubt mir, Europa ist wirklich klein.
Wir wussten es eh vorher auch schon, aber nach diesen 10 Monaten ist es uns noch viel mehr bewusst, dass Österreich ein kleines Paradies ist. Es gibt kaum Länder, in denen es den Menschen besser geht, als bei uns. So ein Sozialsystem wie bei uns findet man fast nirgends und bei uns hat wirklich fast niemand das Recht sich über irgend was zu beschweren. Es geht den Menschen in Australien, Neuseeland auch sehr gut aber unser Sozialsystem ist noch um einiges besser. Für Neuseeland weiss ich z.B., dass man nach einer Geburt 1 Jahr Karenzzeit hat, davon sind aber nur die ersten 2 Monate bezahlt. In den USA sind sie sowieso wahnsinnig, weil einer erzählte uns, dass die meisten Angestellen in den USA nur 2-3 Wochen Urlaub pro Jahr haben und dass es nahezu unmöglich ist sich 2 Wochen durchgängig zu nehmen … . Uns geht es wirklich sehr gut!
Voller Freude und Stolz kann ich auch verküenden, dass ich meine geliebte Bierdosensammlung auf nun ca. 150 Dosen erweitern konnte. Es werden nicht alle von euch wissen, es ist ein Hobby von mir, die unterschiedlichsten Bierdosen zu sammeln. Die Dosen waren schon auch oft eine mühsame Schlepperei (redet Petra bitte nicht auf meine Bierdosen an
), aber es hat sich gelohnt.
Ich weiss es nun noch nicht genau, aber wir haben in den letzten 10 Montaten ca. 13 000 Fotos gemacht. Ich bin sicher kein Fotographie-Experte, aber so schlecht sind sie glaub ich nicht geworden. Wenn sie schlecht sind, kann ich mich nicht auf die Kamera ausreden, weil ich hab mir kurz vor der Weltreise eine wirklich professionelle Kamera zugelegt (dig. Spiegelreflex, Canon EOS 350D, 8 MPix). Überlegt hab ich schon, ob ich mal vielleicht einen Diavortrag machen sollte, aber ich weiss derzeit noch gar nicht, ob dafür ein grosses Interesse besteht. Wenn ich Fotos von meinen anderen Urlauben (Thailand, Afrika, Ägypten) herzeigte, hatte ich öfters das Gefühl, dass es die Leute nach 1/4 Stunde schauen nicht mehr so interessiert. Mal schauen, wäre nett wenn ihr mir ein bisschen eine Rückmeldung geben könntet, ob es euch interessiert oder eher nicht so.
Wir haben die letzten Monate kaum gefernseht, aber immer dann wenn wir wieder mal ins “Narrenkastl” geschaut haben, dachte ich mir, das kann es doch nun wirklich nicht mehr sein. Egal wo wir waren, überall gab es Dancing Stars und Starmania (natürlich andere Namen, aber vom Aufbau die gleiche Show). Ehrlich ich sah Dancing Stars und Starmania in den USA, Neuseeland, Australien, Malysien und China. Gibt es wirklich nichts Besseres, was man zeigen kann als diesen (tut mir leid) SCHWACHSINN?
Ich bin jetzt sicher nicht der Reise-Experte schlecht hin, aber den einen oder anderen Tip kann ich sicherlich geben. Ich meine nur, falls irgendwer mal Infos zu einem Land haben möchte, ist er herzlich willkommen. Reisende müssen zusammenhalten und ich werde gerne jeden mit Reiseinfos helfen (wen ich kann).
So nun fällt mir nichts mehr ein, also dann ich hoffe meine Einträge haben euch gefallen und bei dem einen oder anderen die Reiselust geweckt
.
Martin und Petra
Also wir sind nun bei unserer Endstation der Weltreise angekommen und Peking hat natuerlich wieder einiges zu bieten:
Tiananmen Platz:
Dabei handelt es sich um den groessten Hauptplatz der Welt (geschaetzt 800*400m) und ist lt. unserem Reisebuch das Zentrum des (kommunistischen) Chinesen-Universums. Mitten am Platz befindet sich das Mausoleum vom noch immer nahezu vergoetterten Mao Zedong (durch seine Politik sind 30-60 Millionen Menschen in China verhungert, den muss man natuerlich verehren). Links und Rechts vom Platz sind zwei riessige Gebaeude, das Parlament (ich sag dazu nur, es gibt keine Wahlen, also welches Parlament ???) und ein Museum. Der Platz ist schon beeindruckend und ist wirklich riessig.
!!! ich weiss nicht warum, aber ich kann hier im Google keine Bilder sehen (vielleicht chinesische Internetzensur, wer weiss), ich hoffe die Bilder dieser Links sind okay!!!
Am Nordende des Platzes ist das Gate of Heavenly Peace und dort ist nochmals ein riessiges Bild vom super tollen Mao.
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=Gate+of+Heavenly+Peace
Man kann auch aufs Tor raufgehen und von dort oben bestaunt die ganze politische Prominenz die hier doch haeufig vorkommenden grossen Militaerparaden. Dort oben sahen wir, dass die chinesische Politik wirklich ein Meister in Geschichtsverleugnung ist. Es gibt dort oben eine kleine Bilderausstellung zur Geschichte von China, zu jedem Jahr ein Bild. Fuer 1989 ist ihnen nichts besseres Eingefallen, als die Silversterfeierlichkeiten am Tiananmen Platz zu zeigen. Das da 1989 auch 100′te wenn nicht 1000′de Studenten, die friedlich gegen das Regime protestiert haben, von Panzern niedergemezelt wurden, das interessiert doch keinen, sowas gehoert doch nicht zur Geschichte eines Landes, oder? Wirklich war,wenn man dieses Silvester-Bild sieht, denkt man sich wirklich, fuer wie dumm halten die die Menschen? Der Lonely Planet meint dazu treffend ” Fahrraeder sind am Platz nicht erlaubt, aber Panzer offensichtlich schon”.
Verbotene Stadt:
Sei es wie es sei, durch dieses Tor gelangt man in die Verbotene Stadt. Dabei handelt es sich um das Viertel in dem frueher die Kaiser gewohnt haben (deshalb verboten). Nicht optisch, aber vom Prinzip ist es das Schoenbrunn von China. Optisch ist es natuerlich komplett anders (siehe naechsten Link)
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=verbotene+Stadt
Wenn die Reisebatterien noch frisch sind, dann das sicherlich eine Sache fuer 3/4 Tag. Es ist auch riessig und man sieht die Haeuser und Tempel in denen die ganze Kaiserfamilie gelebt hat. Sehr schoen.
Tempel of Heaven Park:
Dabei handelt es sich um eine wirklch sehr schoene Tempelanlage. Das ganze hat auch wieder was mit dem Kaiser zu tun, aber wir wollten auf keinem Fall mehr einen Guide nehmen, der uns dann 2h lang alles erklaert und wir danach wieder nicht mehr wissen als zuvor (siehe letzten Eintrag). Wir waren dort gute 3 Stunden und ich es gibt nicht viele Tempel die mich noch begeistern koennen (weil sie zumeist eh immer gleich sind), aber dieser war toll.
Und nun zum Top-Highlight von Peking, naemlich die
Grosse Mauer:
Bereits vor dieser Tagestour (25 Euro/Person) dachten wir uns, das die grosse Mauer sicher nicht schlecht ist, aber unsere Erwartungen wurden noch bei weitem uebertroffen. Unsere Tour war eine 10km lange Wanderung (auf der Mauer) von Jinshanling nach Simatai. Es ging natuerlich berg auf berg ab und es war sehr anstrengend. Nachdem Petra diese sehr anstrengenden 10 km ohne auch nur einmal zu noergeln oder jammern ging, muss es wirklich sehr schoen gewesen sein
. Wirklich die Mauer ist sicher ein Tophighlight der Weltreise. So schoen sie auch ist, aus damaliger militaerischer Sicht, war sie glaub ich, ein kompletter Schwachsinn. Laut Reisebuch hat sie den Chinesen nie wirklich viel geholfen und auch Genghis Khan (er hat China erobert) meinte dazu “The strength of a wall depends on the courage of those who defend it” (Weise Worte
). Schauts euch die Mauer auf folgenden Link an und schaut sie euch auch mal in echt an, ist wirkich eine Meisterleistung (es starben aber auch tausende beim Bau).
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=great+wall
Shopping:
Mittlerweile haben wir ja schon wirklich viele Maerkte gesehen, aber so was wie hier am Silk Market gabs noch niergend wo. Es ist ein 6 Stoeckiges Gebaeude und darin gibt es alle Marken (natuerlich gefaelscht) zu spott Preisen. Die Qualitaet ist natuerlich nicht ganz die Gleiche aber viel schlechter ist es auch nicht. Ich weiss ich hab geschrieben, ich will nicht mehr shoppen, aber hier ist es anders. Es sind hier keine Souveniers,die man im Endeffekt eh nicht wirklich braucht, sondern Gewand, Schuhe, … . Wir haben hier wirklich zugeschlagen. Ich schreib nur grob was wir heute alles gekauft haben:
3 Lewis Jeans um 28 Euro
5 T-Shirts (Adidas, Nike, … ) um 20 Euro
60 DVD’s um 80 Cent je DVD
2 Paar Schuhe um 10 Euro
… ein Paradies
Das waren im groben die Haupthighlights von Peking. Sehr nett war fuer uns auch, dass wir hier einen FH Kollegen getroffen haben. Er lebt nun schon fast 2 Jahre in Peking und er konnte uns sehr gute Tipps geben.
Eine Info hab ich nun auch noch fuer euch:
Fleissigen Lesern ist ja hoffentlich Timo noch ein Begriff ( radelt fuer Menschenrechte von Berlin nach Sydney, siehe Australien Eintraege). Nach 21 000 km radeln ist er vor ein paar Wochen in Sydney angekommen. Und nun kommts: Geplant war, dass er vom Flughafen in Deutschland mit den Rad zu einer grossen Empfangsfeier in seiner Heimatstadt faehrt. Er fuhr 21 000 km unfallfrei durch die Weltgeschichte, bei den letzten paar km in Deutschland wurde er leider von einem Auto angefahren. Er wurde nicht wirklich schwaer verletzt, aber das ist ja nun wirklich eine Ironie des Schicksals!
http://www.cyclingforhumanrights.de/
Bis bald,
Martin und Petra
P.S. Ich wollte eigentlich heute noch einen langen Weltreise-Endbericht schreiben , aber es ist sich beim ganzen Shoppen nicht mehr ausgegangen. Ich werde ihn die naechsten paar Tage von zu hause aus schreiben. Also auch nach unserer Heimkunft nochmals reinschauen.
Eine Erklaerung zur Ueberschrift folgt wieder weiter unten.
Also wie war die Yang Ze Tour:
Um 21:00 gingen wir auf das Schiff und da haben wir gleich mal zur Kenntnis nehmen muessen, dass China’s 1st Class nicht die internationale 1st Class ist. Ich moechte mich jetzt nicht wirklich ueber das Zimmer beschweren, es war nicht dreckig oder so, aber es war halt auch alles andere als luxorioes. Nachdem unsere Rucksaecke im Zimmer verstaut waren, dachten wir uns, so nun gehen wir mal auf das oberste Deck des Schiffes (= Aussichtsterrasse mit Karaoke-Bar) und geniessen von dort oben mal die Aussicht auf Chongquin. Wir stehen da gemuetlich 10 Min., als ploetzlich einer von der Crew kommt und uns erklaert, dass man fuer das Aussichtsdeck eine Erlaubniskarte um umgerechnet 5,5 Euro/Person kaufen muss. Meine erste Antwort zu ihm war “you are joking” . Er meinte es allerdings ernst. Nach einigem hin und her sagten wir ihm, uns hat das beim buchen niemand gesagt, nein wir zahlen nicht. Ich meine das kann es doch nicht sein, man bucht auf einem Schiff die 1st Class und muss dann bezahlen, dass man auf das Aussichtsdeck darf, die spinnen die Chinesen!!! Nach einer Stunde massiven herumstreitens mit ihnen schmiss ich ihnen (im warsten Sinne des Wortes) diese laecherliche Eintrittsgebuehr auf den Tisch, da ich merkte, dass es sowieso keinen Sinn hat. Fuer heute Abend haette ich es schon geschafft “schwarz” am Aussichtsdeck zu sein (ein Schwerverbrechen), nur die Tour dauert 3 Tage und ich will nicht jeden Tag 3 Stunden mit ihm wegen 11 Euro streiten. Es geht nicht um das Geld, aber das ist doch eine grindigste Abzockerei. Sei es wie es sei, der Start der Tour war somit mal nicht so geglueckt.
Am Schiff waren ca. 300 Leute und davon waren 3 Touristen, wir beide und eine Franzosin. Der Start war zwar nicht so toll, aber allgemein gesehen, war es eine tolle Tour.
Insgesamt besichtigten wir in diesen 3 Tagen 5 Tempelanlagen, welche aber sicherlich nicht der Highlight der Tour sind. 2 Tempel waren Zeitverschwendung, die anderen 3 waren ganz nett. Ich finde leider keine guten Bilder zu den Tempeln. Der Highlight dieser Tour ist sicherlich die wirklich atemberaubende Schluchtenlandschaft. Der Yang Ze ist wirklich ein sehr grosser Fluss und man durchfaehrt die sog. 3 Schluchten ( Bellows Schlucht, Qutang Schlucht und Wu Schlucht ).
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=Bellows+gorge
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=wu+gorge
Schaut euch die Bilder oben an, dann wisst ihr von was ich rede (in Echt sind sie aber beeindruckender, als auf diesen Bildern). Tolle Sache diese Schluchten.
Ich muss auch meinen letzten Eintrag korrigieren. Ich dachte immer, dass diese 3 Schluchten geflutet sind, wenn dieses Riessenkraftwerk fertig gestellt ist. Nachdem diese Steilwaende aber eh z.T. >1000m hoch sind, ist es eigentlich ziemlich egal, ob die nun 180m hoch aufstauen oder nicht. Ich kann somit alle beruigen, die nun aufgrund meines letzten Eintrages spontan einen Chinaflug gebucht haben. Die Yang Ze Schiffstour kann man auch noch nach 2009 machen und ihr koennt den Flug wieder stornieren. Es fehlten bei uns auch nur noch ca. 20m auf die geplante Stauhoehe.
Extrem nervig waren die Karaoke verrueckten Chinesen schon auch manchmal. Wir wussten es eh schon von Thailand, dass sie in Asien Karaoke Fanatiker sind, aber was wir hier auf dem Boot miterlebt haben, ist auch nicht mehr ohne. Die Lieder die sie singen, sind eine Katastrophe und sollten eigentlich verboten werden. Noch “lauwarmer” geht es nicht mehr. Gegen diese Lieder ist bei uns die Schlagerparade eine Rock’n Roll Show
. Wirklich, es war eine Folter fuer die Ohren.
Geendet hat die Tour mit einer Besichtigung vom sog. Three Gorges Dam. Vor diesem Kraftwaerk war das groesste auf der Welt, jenes was wir im November in Brasilien besichtigt haben (entspricht ca. 14 Atomkraftwaerken). Wenn dieses 2009 voll in Betrieb geht entspricht es 18,2 Gigawatt ~ 18 Atomkraftwaerke. Leider hatten wir eine extreme Nebelsuppe und die Sicht war alles andere als toll, aber beeindruckend war es trotzdem.
Nach dem Kraftwerk mussten wir noch 40 km bis nach Yichang fahren. Wer kennt von euch Yichan, wahrschienlich niemand. Das ist auch wieder so etwas was in China extrem ist. Alle Staedte sind immer gleich so extrem gross. Yichan ist eine 4 Millionen Einwohner Stadt, kennt bei uns kein Hund und hat auch absolut nichts zu bieten. So was gibt es in Europa nicht, jedes Nest hat bei uns irgend was zu bieten, aber in dieser Riessenstadt gibt es lt. unserem Reisebuch einfach nichts. Es gibt hier keine kleinen Staedte. Wir reisen von einer 4-8 Mill. Einwohner Stadt zur Naechsten.
Somit fuhren wir von Yichang gleich mit einem Zug weiter nach Xi’an. Die Zugfahrt dauerte 16 Stunden, war aber im Vergleich zum Bus bei weitem angenehmer. Xi’an ist eine 7 Mill. Einwohner Stadt, hat aber wirklich viel zu bieten, naemlich:
Terracotter Armee:
Laut unserm Reisefuehrer sind diese weltweit der wichtigste archeologische Fund des 20. Jhdt. . Sie wurden irgendwann in den 70′ern von einem Bauern entdeckt, der einen Brunnen graben wollte. Schaut euch mal den Link an und dann geht es weiter.
Die Terracotter Armee diente vor 2000 Jahren irgend einem Tyrannen als “Wache” fuer sein Grab. Die Soldaten sind aus Keramik und innen hohl. Es stehen dort ein paar Tausend dieser Soldaten herum und es gibt die verschiedensten militaerischen Gruppen (Bogenschuetzen, Generaele, Speerhalter, Kavallerie, … ). So hat es uns sehr gefallen, nur leider machten wir den grossen Fehler, dass wir uns beim Eingang noch einen Guide nahmen. Er kostete nur 5 Euro und wir dachten uns, da ist nichts verhaut, aber es war schrecklich. Sie kann ja nichts dafuer, aber ihr Englisch war schrecklich. Nur z. B. anstatt “Wood” sagte sie immer nur “od” (was wir erst nach einer 1/2 Stunde checkten). Im Prinzip war es so, dass wir ihr am liebsten nach 15min (der 2h Tour) das Geld gegeben wollten und “pfiat di”, aber aus Hoeflichkeit macht man es ja dann auch nicht. Somit quaelten wir uns 2 Stunden lang durch und besichtigten im Nachinein alles alleine nochmals.
Stadtmauer von Xi’an:
Xi’an war sehr oft die Hauptstadt von Herrschern in den ganzen Dynastien und zu einer Hauptstadt gehoerte damals natuerlich auch eine gute Stadtmauer.
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-CN&gbv=2&newwindow=1&q=xian+city+wall
http://www.tulane.edu/~maveety/My%20Pictures/Images/Xian%20Wall.jpg
Die Stadtmauer ist wirklich eine Augenweide und ist insgesamt 14km lang !!! Wir machten darauf eine gemuetliche Radtour auf der Mauer (siehe 2 Link). Wir mieteten uns ein Tandem-Rad und insgesamt dauerte der Rundkurs 100 Minuten. Alle paar 100 m steht noch ein Abwehrturm von frueher, … sehr toll das Ganze. Ich glaube nicht, dass es in Europa noch eine 14km lange Stadtmauer gibt.
Xi’an allgmein:
Es gibt natuerlich wieder ein paar Tempel, eine Souvenierstrasse, … . Zur Souvenierstrasse muss ich aber ehrlich sagen, dass ich ueberhaupt nicht mehr im Shoppingfieber bin. Mich interessiert diese Preisherumstreiterrei einfach nicht mehr. Fuer jedes noch so kleine Ding muss man 5 min herumhandeln, was einfach nur anstrengend ist. –> nicht enttaeuscht sein, wenn ich keine tollen Souveniers mit bringe, aber mir haengt die Handlerei wirkich schon sehr raus. Wie schoen wird das wieder, wenn man in ein Geschaeft geht, ein Preisschild sieht und weiss, dass ist der Preis und nichts anderes :) . (Petra versucht eh immer den besten Preis auszuhandeln, da sie sehr gerne Souveniers kauft!)
Von Xi’an machten wir dann unsere LETZTE Nachtfahrt der Weltreise nach Peking (Fahrzeit: laeppische 12 Stunden). Wir sind nun schon 3 Tage in Peking, hab heute aber keine Zeit mehr, von Peking was zu schreiben. Nur soviel vorweg, die chinesische Mauer ist a Wahnsinn, extrem toll!!!
Wahrscheinlich schreibe ich morgen noch einen Eintrag zu Peking!
Zum Chinesenvolk muss ich nun auch wieder was schreiben:
Es ist vielleicht unfair ein Volk als gesamtes zu beschuldigen, aber zu 99% sind sie egoistische “Schweindln”.
Warum egoistisch:
Wenn immer man sich wo anstellen muss ist es hier in China ein Kampf. Nur z.B.: Der Ausgang vom “Yang-Ze-Schiff” war mit 2m eher klein. Immer wenn das Schiff wo anlegte und somit 300 Chinesen innerhalb von 5 Sekunden raus wolllen, hatte man richtige Ellbogenduelle (z.T. sogar mit alten Frauen). Dieses Volk kann sich einfach nicht zivilisiert wo anstellen. Man kann zum Vorderen in der Schlange keine 10cm Abstand halten, weil sonst quetschen sich eh von links und rechts wieder 10 Chinesen rein. So wichtig ihre 1 Kindpolitik auch ist, fuer eine Gesellschaft kann das nicht gut sein, wenn lauter kleine Einzelkind-Egos heranwachsen.
Warum sind sie “Schweindl”:
Z. T. habe ich es eh schon beim letzten Eintrag geschreiben, aber mit jedem Tag erlebt man hier eine grauslige Sache mehr. Ich schreib euch nur ein paar Beispiele:
* Nichts ahnend sitzt man im Internet Cafe. Ploetzlich spuckt sich einer so lautstar wie es nur geht in die Hand und verreibt es in beiden Haenden. IGIT!
* Die Terracotter Armee ist glaub ich einer der wichtigsten arecheologischen Staette fuer China. Was machen die Chinesen? Vielleicht 20m von der Armee entfernt steht eine Mutter mit ihrem 3 jaehrigen Sohn und der Sohn macht sein Haeufchen auf den Fliesenboden. Die Mutter hat zwar im Anschluss den Haufen mit Taschentuechern mehr oder weniger weggeraeumt, aber bei uns schei… ja auch keiner in z.B. die Albertina, oder? UUUAAAA!!!!!
*Wir haben es nun schon mehrmals gesehen, dass in billigeren Restaurants auf den Boden gespuckt wird und Zigarettenasche und – stummel auch einfach so am Boden landet. MAHLZEIT!!!
*Man nehme das ueber Nacht geputzte Yang-Ze Schiff, beladet es mit 300 Chinesen, wartet eine 1/2 Stunde und auf dem Aussichtsdeck schaut es aus, wie wenn eine Bombe eingeschlagen haette. VIEL SPASS BEIM AUFRAEUMEN!
…
Somit ist es auch nicht mehr schwierig, warum man in China nicht barfuss gehen kann:
In China leben grob gesagt 1 Milliarde Menschen. Wenn jeder davon einmal pro Tag lautstark und grauslig auf den Boden spuckt (was definitiv der Fall ist, wahrscheinlich sogar 5 Mal) und man pro Spucke ca. 5ml rechnet, dann ergibt das pro Tag 1 000 000 000 * 0,005 = 5 000 000 l = 5000 Kubikmeter Spucke pro Tag. Ich moechte nun nicht mehr weiter ausrechnen wie gross die Chancen sind, in eine grauslige Spucke zu steigen, wenn man barfuss gehen wuerde. Das muesst ihr schon selber als Hausuebung machen
.
Bis bald
Martin und Petra
@Konrad: Die Unterkunft in H.K. war im Vergleich zu anderen Laendern natuerlich teuer, aber es war halb so wild. Fuer ein schoenes und sauberes Zimmer mit WC und Dusche am Gang haben wir 28 Euro pro Nacht bezahlt. Bzgl. Essen und sonstigen Fragen wuerde ich vorschlagen, wir treffen uns naechte Woche mal in einem Pub und dann kann ich auch meine Bierschulden begleichen.
Warum es “das Land der Ameisen” ist folgt noch spaeter.
So nun waren wir in Hong Kong. Insgesamt waren wir 6 Tage in H. K. und es war schon auch wieder beeindruckend. Von all diesen suedasiatischen Grossstaedten (Bangkok, Singapore, Kuala Lumpur) hat uns H. K. bis jetzt sogar am Besten gefallen. Also was gibt es dort zu sehen:
H. K. allgemein:
Also die Wolkenkratzer-Skyline ist wirklich grandios und man kann sie von unterschiedlichen Plaetzen bestaunen. Wir sahen sie vom Boot aus und vom Victoria Peak. Der Victoria Peak ist ein Berg und es faehrt eine ziemlich steile (45 Grad) Bergbahn rauf und die Aussicht von oben ist sehr toll. Aber was schreib ich viel, schaut euch einfach folgenden Link an und bestaunt H. K.
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=zh-CN&newwindow=1&q=Hong+Kong+skyline
Jeden Abend um 20:00 gibt es auch die groesste Lichtershow der Welt. Es sind halt auf vielen der 100ten Wolkenkratzer verschiedenste Lichter und Lichteffekte montiert. Ist ganz nett.
http://borget.info/wp-content/uploads/2006/07/Hong-Kong-Skyline-night.jpg
Disneyland:
Seit, ich glaub 2 Jahren, gibt es in H. K. nun auch ein Disneyland. Nachdem wir das Disneyland in Paris und L.A. gesehen haben, mussten wir uns dieses hier natuerlich auch anschauen. So ein Tag im Disneyland ist eh genau das Richtige fuer 2 reisemuede Rucksacktouristen
. Es war ein wunderschoener Tag und wir haben ihn sehr genossen, aber man muss auch sagen, dass das Disneyland hier bei weitem kleiner ist als in L.A. und Paris. Im Vergleich zu L.A. gibt es sicher nur 1/4 an Attraktionen. Aber wie gesagt, es ist trotzem toll und wir beide haben die Disneylands wirklich sehr gerne. Wir werden sicherlich in den naechsten paar Jahren mal fuer ein verlaengertes Wochenende zum Disneyland Paris fahren (ist ja eh nur eine Nachtbusfahrt von uns entfernt
).
Maerkte:
In H. K. gibt es immer so Strassen, die sich auf irgend ein Produkt speziallisieren. In dieser Strasse gibt es dann nur diese eine Sache und nichts anderes.Wir sahen die
Goldfischstrasse: Glaubt es oder nicht, aber diese Strasse ist ca. 200m lang und es ist ein Zierfischgeschaeft nach dem anderen (nur Zierfische sonst nichts).
Blumenstrasse: Das war wieder mal was fuer Petra, ein Blumengeschaeft nach dem anderen.
getrocknete Meer-Zeugs-Strasse: Pfui Teufel, die Shops dort hatten alle nur getrocknete Meeresfruechte (Tintenfisch, Seegurken, Seesterne, allg. Fisch, Schrimps,… ). Es schaute alles wirklich sehr grauslig aus und dementsprechend hat es auch gerochen.
Vogelstrasse: Von den verschiedensten Papagein bis zum normalen Spatz bekommt man dort alles. Uns haben die Voegel aber wirklich leid getan, weil die Kaefige waren schon sehr klein. Auch in der Goldfischstrasse war es nicht weit her mit dem Tierschutz.
H. K. Convention Center:
In diesem Gebaeude wurde 1997 H. K. von den Briten an China uebergeben. Ich verstehe nicht viel (bis gar nichts) von Architektur, aber dieses riessige Gebauede ist wirklich eine Augenweide.
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=zh-CN&newwindow=1&q=Hong+Kong+convention+center
Pferderennen
Laut unserem Reisebuch wird in H. K. der meiste Umsatz der Welt bei Pferderennen gemacht. Zufaellig war dann der Donnerstag auch noch irgend ein Feiertag und somit ein Wettkampftag. Wir haben beide noch nie ein Pferderennen gesehen und somit dachten wir uns, dass wird sicherlich lustig. Und so war es dann auch, es war sehr lustig und wir sahen insgesamt 5 Rennen. Pro Rennen wettete jeder von uns 2 Euro. Petra war immer mehr auf die Nummer Sicher Wetten aus (Pferd ist unter den ersten 3) und da die Quoten dabei nie mehr als 1,5 sind, stieg sie natuerlich auch mit einer negertieven Bilanz aus (5 Euro Verlust
; aber so kleine Gewinne hat sie zwischendurch auch gemacht). Ich der risikofreudige hab naturlich nur auf Sieg des Pferdes gesetzt und voller Stolz kann ich berichten, ich hab das Stadion mit einem grandiosen Gewinn von 7 Euro verlassen
.
Macau:
Macau ist wieder eine eigene Stadt (1 Mill. Einwohner) und leicht mit einem Schnellboot (1h Fahrzeit) zu erreichen. Macau war eine Kolonialstadt der Portugiesen. Wenn man dort hinkommt fuehlt man sich etwas wie in Europa. Die Altstadt ist ja von den Portugisen gebaut worden. Fuer einen Tag war es ganz nett, aber auch nicht die Welt. Es gibt dort einen schoenen Marktplatz umringt von alten Kolonialgebaeuden, viele alte Kirchen, … . Wie gesagt fuer einen Tag ganz nett, fuer zwei Tag nein danke.
Es wuerde in H. K noch mehr zu sehen geben, aber nach 6 Tagen Grossstadt wollten wir wieder mal was anderes machen. Aber ich muss H. K. wirklich loben, weil fuer uns bietet selten eine Grossstadt was fuer laenger als 2-3 Tage. Das hat bis jetzt auf der Weltreise nur Rio und Sydney geschafft.
Abschliessend muss ich zu H. K. (und allg. China) noch sagen, dass es uns vorkam wie ein riessiger Ameisenhaufen. Was da Leute auf der Strasse sind. Ganz egal wo man ist, es “wurrlt” nur so von Menschen. Es gibt dort wirklich keinen einzigen Gehsteig, wo man 5 Sekunden lang gerade gehen kann, weil man staendig wem ausweichen muss. H. K. ist wunderschoen, aber leben moechten wir hier nicht. Im Prinzip ist es glaub ich so wie wenn ganz Oesterreich nur in Wien leben wuerde (H. K. hat auch um die 8 Mill. Einwohner).
Was uns auch noch aufgefallen ist, wieder ganz egal wo man in H. K. geht, das die Erdgeschosse der Gebaeuden zu 90% aus Geschaeften besteht. Wir koennen uns ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie all diese Geschaefte ueberleben koennen. Es gibt dort so viele riessige Shoppingcentren (groesser oder gleich gross wie die SCS), ein Wahnsinn!!!
So das wars fuer H. K. . Gleich am ersten Tag in H.K. haben wir uns das notwendige Visum fuer den Rest von China besorgt, was problemlos funktionierte und somit stand einer Weiterfahrt nichts mehr im Wege. In einem kleinen Reisebuero buchten wir eine Nachtbusfahrt von H.K. nach Guilin und dachten uns, dass wird wieder eine Nachtbusfahrt wie immer werden. Es kam aber anders, weil hier in China haben sie spezielle Nachtbusse. Wir waren selber ganz “baff” wie wir in den Bus eingestiegen sind. Anstatt von Sitzen sind in diesen Bussen ca. 30 kleine Betten (15 Stockbetten). So gut wie im Bettchen daheim schlaeft man dort natuerlich nicht, aber ich moechte mich nicht beschweren. Da das ganze fuer (kleine) Asiaten gerichtet ist, konnte ich die Fuesse nicht ganz ausstrecken, aber es war besser als auf einem normalen Bussitz.
In Guilin gibt es eine auf der Welt einmalige extrem coole eigenartige Landschaft zu sehen.
Auf den folgenden beiden Links seht ihr ca. von was ich spreche:
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=zh-CN&newwindow=1&q=Yangshuo
http://images.google.at/images?hl=zh-CN&q=Guilin&ie=UTF-8&oe=UTF-8&um=1&sa=N&tab=wi
Wie ihr auf den Bildern sehen koennt, gibt es dort ueberall so kleine 100m hohe “Felshuegel”. Das sind nicht 10 oder 20, sondern 1000de wenn nicht 10000de. Wir machten dort eine 1 taegige Bootstour am Li Fluss und die Landschaft war grandios. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Guilin irgendwo in einem westlichen Land waere, dann waere das sicher so beruehmt wie z.B. der Grand Canyon und es waere jedem ein Begriff. Eine schoene Landschaft kann ich sowieso nicht gut mit Worten beschreiben somit lasse ich es auch bleiben. Glaubt mir, es schaut wirklich toll aus.
Weiters machten wir von Guilin aus noch einen Ausflug zu den sog. Dragon Backbone Reisfeldern. Man geht 1207 Stufen (Petra hat sie wirklich gezaehlt) zu einem Aussichtspunkt rauf und hat dann einen tollen Ausblick von oben auf die Reisfelder. Das ist nicht ein grosses Reisfeld, sondern es ist ein Berg und es sind tausende kleine Terrassen mit kleinen Reisfeldern. Zum Essen brauch ich den Reis mitlerweile nicht mehr unbedingt, aber zum Anschauen waren diese Reisfelder sehr schoen.
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=zh-CN&newwindow=1&q=longsheng
Auf den obigen Link sieht man es nicht ganz so gut, aber immerhin ein bisschen koennt ihr es euch damit schon vorstellen.
Von Guilin ging es wieder mit einem Bus (20 Stunden) weiter bis nach Chongqing und morgen um 23:00 startet unsere 3 taegige Yang Ze Flusstour. Da wir nun eh schon fast am Ende unserer Reise sind und es mit dem Geld ganz gut ausschaut, haben wir uns fuer diese Tour auch die 1st Class vergoennt. Bei 2nd Class haette man das Zimmer am Schiff nicht mehr alleine sondern es ist ein 4er Zimmer. Nicht das wir jetzt schon solche Snops sind, die sich mit keinem anderen in ein Zimmer legen wollen, aber der Preisunterschied ist nur 20 Euro pro Person (die Tour kostet insgesamt 100 Euro pro Person) und wir sind wirklich schon sehr reisemuede. Wir wollen uns somit die restlichen Tage so einfach wie moeglich machen und nicht mit spuckenden, rauchenden Chinesen (siehe weiter unten) das Zimmer teilen. Diese Bootsfahrt am Yang Ze ist schon auch sehr beruehmt und sollte bei keinem Chinaurlaub fehlen. Lange kann man diese Bootstour ja eh nicht mehr machen, weil in China bauen sie ja dieses Riessenkraftwerk und da wird genau das Gebiet aufgestaut, welches wir abfahren (2009 ist alles aufgestaut). Unsere Tour endet genau beim Kraftwerk und das werden wir natuerlich wieder besichtigen. Ein Ding was einmal so viel Energie wie 15 Atomkraftwerke produzieren wird, kann ich mir natuerlich nicht entgehen lassen (Petra wuerde es glaub ich nicht so hart treffen, wenn wir uns es nicht anschauen wuerden
).
Zum Chinesenvolk muss ich auch noch ein paar Zeilen schreiben. Also begeistern kann uns dieses Volk hier nicht wirklich. In Malysia, Thailand, … sind die Menschen so hilfsbereit, nett und freundlich, aber hier in China ist es etwas anders. Was uns gleich mal sehr geschockt hat ist die Spuckerei hier in China. Es ist hier zum Teil richtig grauslig. Wenn man in einer Stadt herumgeht hoert man alle 30 Sekunden irgendwo jemand lautstark, grauslig hinspucken. Aber nicht nur Maenner, auch Frauen kennen da nichts. Es wird auch in Gebaeuden ohne zu zoegern auf den Boden gespuckt. Also da verstehe ich das Spuckverbot in Singapore. Es rauchen sehr viele und mit der Asche ist es nicht anders als mit dem Spucken, d.h. einfach irgendwo hin. Wenn man mit einem Taxi faehrt, dann schmeissen die Fahrer prinzipell jeden Muell der anfaellt (Plastikflaschen, …) aus dem Fenster raus. Ihre Sprache klingt auch oft mehr nach schreien, als nach reden. Von der Kommunikation ist es auch schwierig mit ihnen. Sie koennen ja eh nichts dafuer, aber es spricht hier kaum jemand Englisch. Man merkt aber sehr wohl, ob sich jemand trotz anderer Sprache bemueht, dass er es versteht, oder ob es ihm egal ist und zumeist ist es ihnen egal. Bei der Tour in Guilin fragten wir unseren Guide (einer der Wenigen, der etwas Englisch spricht), ob es fuer die Tour einen Touristenpreis und einen Chinesenpreis gibt (steht in unserm Reisebuch das es so ist) und er sagte, nein es gibt keinen Touristenpreis sonderen einen ”Foreign” (engl. Auslaender) Preis. Heisst das, die sehen uns nicht als Touristen sondern als Auslaender (was ja doch ein unterschied ist)?
Das sind jetzt wieder die aktuellen News von uns und gute Neuigkeiten gibt es fuer unsere Mami’s und Oma’s und Co auch, wir haben heute unseren Heimflug auf 12. Juni verschoben, was ja nun wirklich nicht mehr lange ist.
Martin und Petra
@Konrad: Wie geht es deinem Knie, hoffentlich schon besser? Wenn nicht noch jemand ploetzlich 10 Eintraege schreibt, dann wird das 2 Bier auch deines werden
.
Wir waren bei Kuala Lumpur.
Die Hauptattraktion von Kuala Lumpur sind sicher die Petronas Towers.
Petronas Towers:
http://images.google.at/images?hl=zh-TW&q=petronas+towers&btnG=%E6%90%9C%E5%B0%8B%E5%9C%96%E7%89%87&gbv=2
Diese sind die hoechsten Zwillingstuerme der Welt. Das hoechste Gebaeude steht allerdings derzeit noch in Taiwan. Sie stehen schon sehr schoen da, und wir machten auch den Skywalk ( = durch den Mittelgang gehen, der die beiden Tuerme verbindet). Der Skywalk war eh nicht schlecht, aber eine noch bessere Aussicht hat man vom Fernsehturm von Kuala Lumpur. Dieser schaut ehnlich aus wie der Donauturm, ist aber doch um einiges hoeher (ich glaub um die 400m).
Batu Caves:
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-TW&gbv=2&q=batu+caves
Dabei handelt es sich um riessige Hoehlen, welche eine heilige Staedte der Hinduisten darstellt. Wenn ihr euch die Fotos anschaut, dann seht ihr, dass diese Hoehlen auch etwas schweisstreibend sind, denn um in die Hoehle zu kommen muss man zuerst 272 Stufen bezwingen. Vor den Stufen ist auch noch ein netter Hindu-Tempel und in den Caves sind auch noch einige kleinere Hindu-Altaere. Lustig ist auch die Affenkolonie, die in dieser Hoehle lebt. Man muesste im Jaenner oder Februar hier sein, weil da feiern die Hindus in der Hoehle ein riessiges Fest (1,5 Mill. Menschen). Ich kenne mich beim Hinduismus ja nicht wirklich aus, aber bei diesem Fest geht es irgendwie darum Demonen mit Hilfe von Schmerz zu vertreiben. Wir haben Bilder gesehen und was sich da manche Menschen antun ist nicht mehr ohne: Metallstaebe durch Backen, Zunge,… ; grosse Metallhacken in die Haut stecken, …
Canopy Walk (= Baumkronenspaziergang):
http://images.google.at/images?svnum=10&hl=zh-TW&gbv=2&q=frim+canopy+walk
Die Batu Caves liegen schon 13 km ausserhalb vom Zentrum und wenn man von dort noch ein Stueckchen weiter faehrt kommt man in ein Dschungel Gebiet. Dort wird ein Canopy Walk angeboten, was nichts anderes ist, als auf einem mit Seilen und Brettern gebauten Weg in den Baumkronen herumzuspazieren (siehe obigen Link). Man sieht dabei keine Tiere, aber alleine von der Vegetation ist es schon interessant. Vom Dschungel kamen wir uns wieder nach Suedamerika zueruckversetzt, schaute gleich aus wie im Amazonas.
Fireflies Show (= Gluehwuermchen-Show):
Fuer diese spez. Show muss man schon etwas weiter fahren (ca. 80 min eine Strecke). Die Hautpdarsteller dieser Show sind kleine Gluehwuermchen. Man sitzt in einem kleinen Ruderboot und faehrt einen kleinen Fluss entlang. Links und Rechts am Ufer sind Buesche und in diesen Bueschen sitzten 1.000de, wenn nicht 100.000de kleine Gluewuermchen und blinken (warum auch immer) im halb Sekundentakt so vor sich hin. Sie blinken aber nicht beliebig durcheinander, sondern alle Blinken synchron zur gleichen Zeit.
Ja ich gebe zu, blinkende Gluehwuermchen sind jetzt vielleicht nicht der grosse Highlight, aber ein nettes Abendprogramm war es auch.
Inder – und Chinesenviertel:
So wie auch schon in Sinapore gibt es natuerlich auch hier wieder diese Viertel und jedes Viertel hat seine Tempel und Maerkte, welche natuerlich auch toll zum Ansehen sind.
Hibiskus und Orchideen Garten:
Ich bin normal nicht so der grosse Liebhaber von botanische Gaerten (dafuer Petra
), aber dieser war wirklich eine Augenweide. Hat uns 3 wirklich sehr gefallen.
———— ————– ————
So ich hoffe ich hab jetzt nichts Wichtiges vergessen, es ist ja doch schon wieder ein Neichterl (fuer alle nicht Bezirk Perger “ein Weilchen”) her.
Von Kuala Lumpur fuhren wir wieder zurueck nach Singapore (ist nicht weit, nur 5h), da Dragos nach 9 Tagen Malaysia von dort (leider) wieder heimflog.
Wir hielten uns anschliessend nicht mehr lange in Singapore auf und fuhren mit einem Nachtbus zu einer Insel an der Ostkueste im Norden von Malaysia. Diese Insel heisst Pulau Perhentian Kecil und ist auch eine wunderschoene Trauminsel. Der Strand war dort noch schoener als auf Tioman nur allg. betrachtet ist Tioman um’s i Tuepfelchen schoener. Dort hatten wir wieder einen netten kleinen Strandbungallow (siehe folgenden Link) um heisse 15 Euro pro Tag
http://www.journeymalaysia.com/pics_perhentian/suria/chalet1.jpg
Wir blieben 4 1/2 Tage in diesem kleinen Paradies und ausser einem Tauchgang zu einem 2001 gesunkenen 68m langen indonesischen Frachtschiff war nur faulenzen und in der Sonne brutzeln angesagt (was nach 9 Monaten genau das Richtige ist
).
Nach tollen 4 Faulenzertagen fuhren wir fuer 6 Stunden mit dem sog. Dschungelzug zum Taman Negara Nationalpark. Wir hatten uns die Zugfahrt eigentlich etwas besser vorgestellt. Im Reisebuch wird sie beschrieben als Fahrt durch den Dschungel mit atemberaubenden Ausblick, aber wirklich vom Hocker hat sie uns nicht gerissen.
Im Natinalpark angekommen fuhren wir 3 Stunden lang mit einem Boot zu einem kleinen Dorf, welches auch leicht in 1 Stunde mit einem Bus erreichbar waere, aber es wird die Bootsfahrt empfohlen. Die Bootsfahrt war in dem Sinne nicht schlecht, es war auch links und rechts Regenwald, aber vergleicht man sie mit der Pampa Tour in Rurrenabaque, dann wuerde man sagen, diese Bootsfahrt war eher miess. Es faehlten einfach die Tiere. In Rurrenabaque haben wir im 10 Sekundentakt die verschiedenste Tiere gesehen und hier sahen wir in den 3 Stunden vielleicht 50 Wasserbueffel (keine Krokos, Delphine, Voegel, Affen wie damals). Im Dorf angekommen machten wir von 21 – 23 Uhr eine Jeep-Nachtsafari-Tour. Im Nationalpark gibt es noch Elephanten, Tiger, Tapiere, … aber die sind mitlerweile schon so scheu, dass es wirklich ein extremes Glueck waere eines davon zu sehen. Wir sahen 3 kleinere Schlangen, 1 Eule, 2 Leopardenkatzen (schaut genau so aus wie ein Leopard, ist aber nur so gross wie eine Hauskatze), einige Affen, Voegel … .
Es hatte dort auch noch einige andere interessante Touren gegeben, aber wir haetten dazu wieder unseren Flug weiter zurueck verschieben muessen, was wir dann auch nicht wollten.
Das wars im Groben und Ganzen fuer Malaysia. Von Kuala Lumpur sind wir am 20. Mai nach Hong Kong geflogen, aber was wir da erlebt haben, dass erfahrt ihr dann beim naechsten Mal
Martin und Petra
Nach einem extrem faden 8 Stunden Flug mit Jet Star (= Billigairline –> kein Fernseher, kein Radio, nichts) landeten wir in Singapore. Ueber Indonesien haben wir 2 rauchende grosse Vulkane gesehen, was auch nicht schlecht war. Bereits waehrend der Taxifahrt vom Flughafen zu unserem Hostel konnte man sehen, dass Singapore wirklich eine sehr saubere moderne Stadt ist. Sauber muss sie ja sein, weil auf alles steht gleich eine Strafe, Spucken = 250 Euro, Essen oder Trinken in der U-Bahn = 250 Euro , Muell (Zigarettenstummel) auf die Strasse werfen = (ihr werdet es schon erraten) 250 Euro, und noch viele Strafen mehr. Es ist jetzt aber nicht so, dass ueberall ein Polizist steht und aufpasst, dass man ja nicht spuckt. Wir haben schon einige Male gesehen, dass jemand auf die Strasse gespuckt hat und es waere schon grosses Pech, wenn man erwischt wird. Nur zur Info: Dragos hat auch mal absichtlich gegen das Gesetz verstossen!!! In einer finsteren Nacht spuckte er auf die Strasse, damit er sagen kann er hat in Singapore auf die Strasse gespuckt. (nahezu ein Schwerverbrechen
).
So schlecht finde ich dieses Strafensystem eigentlich gar nicht, weil auf singapores Gehsteigen braucht man nicht (wie in Wien) staendig fuerchten, dass man auf ein Hundstruemmerl steigt
.
Nach 1 1/2 Tagen alleine in Singapore holten wir am 2. Mai Dr. Dragos vom Flughafen ab und es war schon wieder mal schoen, ein Gesicht aus der Heimat zu sehen.
Nun zu den Sights von Singapore:
Sentosa:
Sentosa ist die Erholungsinsel von Singapore. Sie haben dort einen sehr netten Strand kuenstlich angelegt, nur baden wuerde ich dort auf keinem Fall gehen. Der Grund ist, dass die Insel direkt neben dem Hafen von Singapore (= nach Rotterdam angeblich der 2. groesste der Welt) ist und die Wasserqualitaet leidet ja doch etwas darunter. Es gibt dort aber nicht nur den netten Strand, sondern auch einige andere Attraktionen. Wem es genauer interessiert, der kann sich auf folgender Seite alle Attraktionen anschauen:
http://www.sentosa.com.sg/explore_sentosa/attractions/imbiah_lookout.html
Die Luge Fahrt (= eine Art Sommerrodelbahn) dauert zwar nicht lange (3 Minuten), aber war ganz lustig.
Fuer ein paar Stunden ist Sentosa ganz nett.
Little India, China Town und Araber Viertel:
Singapore ist ziemlich Multi Kulti und somit gibt es all diese Viertel. Im Little India gibt es einige coole Hinduisten-Tempel und einen extrem urigen Markt (Fleisch, Fisch, Obst, Gemuese,… ). Wenn man diesen Markt sieht, ist man froh, dass es bei uns eine strenge Lebensmittelpolizei gibt (Gott sei Dank). Gleich neben diesem Markt gibt es einen Supermarkt und dort sind in Troegen lebende Froesche, 1m lange Schlangen, Krabben, Schrimps, … . Aber nicht das ihr glaubt wir waren in einer Tierhandlung, die Schlangen und Froesche sind fuer den Kochtopf bestimmt, Mahlzeit.
So hat halt jedes Viertel seine Sehenswuerdigkeiten.
Arbaberviertel: schoene Moschee und hunderte Stoffgeschaefter (Schals, Kleider, …)
Chinatown: Shoppingstrasse mit all den nutzlosen Krimsch Kramsch dieser Welt
Essensstrasse mit kleinen netten Strassenrestaurants
…
Merlion und Skyline:
Der Merlion ist das Wahrzeichen von Singapore und sollte eine Mixkreatur aus Loewe und Fisch sein. So ist die 10m hohe Statue ja ganz nett, aber die Frechheit ist, dass dieser Tag und Nacht spucken (Wasserfontaine) darf, ohne auch nur einen einzigen Singapore $ zu zahlen (siehe naechsten Link).
http://images.google.com.my/images?client=firefox-a&channel=s&rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&hl=en&q=merlion&btnG=Search+Images&gbv=2
Wenn man im Zentrum von Singapore so herumspaziert und sich die ganzen Wolkenkratzer so anschaut, merkt man schnell, dass hier auch viel Geld zuhause ist. Es gibt viele tolle Wolkenkratzer –> schoene Skyline.
Von Singapore fuhren wir 3 dann 5h mit einem Bus nach Mersing und von dort aus noch 1 h mit einer Faehre zum Paradies. Das Paradies heisst Pulau Tioman und ist so eine Trauminsel wie aus dem Bilderbuch. (Dragos meinte nur noch: Das ist mir jetzt aber schon zu kitschig
).
Schaut sie euch an, ist doch wunderbar oder?
http://images.google.com.my/images?gbv=2&svnum=10&hl=en&client=firefox-a&channel=s&rls=org.mozilla:en-US:official&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=pulau+tioman&spell=1
Die Insel ist – warum auch immer – steuerfrei, d.h. man kommt dort spielend leicht mit 15 - 25 Euro (je nach Anspruch) pro Person fuer alles ( Essen, Schlafen, Trinken, Aktivitaeten) aus. Es gibt dort Traumstraende (ohne prozige Luxushotels), glasklares hellblaues Wasser mit Korallen, vielen Fischen, …
Von allen asiatischen Inseln, die ich bis jetzt kenne (Koh Samui und Ko Taoi in Thailand und Tioman und Perhentian in Malaysia) ist diese die Schoenste.
Wir genossen dieses Paradies fuer 3 Tage und fuhren anschliessend weiter nach Kuala Lumpur (ist nicht weit, ca. 5h).
Kuala Lumpur ist etwas rustikaler als Singapore. Es ist hier einfach etwas mehr asiatisch als Singapore. Singapore, muss man ehrlich sagen, hat schon mehr einen westlichen Charakter als asiatisch (es waren ja auch lang genug die Briten dort).
Schade, die Zeit vergeht. Jetzt haben wir soviel telefoniert (Mama’s, Oma’s) und fuer 19:00 haben wir uns heute ein Abendessen mit einem netten Schweizer ausgemacht (haben wir gestern im Bus nach Kuala Lumpur kennen gelernt), sodass wir nun gehen muessen.
Was wir in Kuala Lumpur erlebt haben, erfaehrt ihr das naechste Mal (dann aus Hong Kong, wir fliegen naemlich morgen weiter),
Liebe Gruesse
Martin und Petra
Der Flug Darwin – Cairns war wieder problemlos und dauerte nur 3 Stunden. In Cairns angekommen suchten wir uns ein Schlafplatzerl und schauten uns gleich mal um, was es so an Tauch- und Schnorchelmoeglichkeiten gibt. Wir waren beide sehr positiv ueberrascht. Ich dachte mir, naja Tauchen ist in Australien sicher nicht billig, mehr als 2-3 Tauchgaenge werde ich nicht machen, aber Cairns ist so eine richtige Touristenstadt und es gibt auch sehr viele Anbieter –> viel Konkurenz –> guter Preis.
Wir buchten somit eine sehr tolle 3 Tage/2 Naechte Bootstour:
Um 6:15 gingen wir aufs Schiff und fuhren gleich mal 3 Stunden raus bis zum Riff. Dieses Boot ist so gebaut, dass es einen geringen Tiefgang hat, damit es nahe an die Riffs fahren kann. Durch den geringen Tiefgang “schaukelte” das Boot aber ziemlich stark, waehrend der Fahrt und somit wurde die Haelfte der 32 Touristen an Board seekrank. Einige mussten brechen. Petra war zwar schlecht musste aber zum Glueck nicht brechen und mir hat die Schauklerei gar nichts ausgemacht. Am Riff angekommen wurde gleich getaucht und geschnorchelt (ich ging tauchen, Petra schnorcheln). Insgesamt waren wir bei 3 unterschiedlichen Riffen und ich machte insgemsamt 10 Tauchgaenge. Bei dieser Tour hatte ich auch meinen 1. Nachttauchgang (insgemsamt 2 Nachttauchgaenge). Also das war schon wieder ein komplett neues Erlebnis fuer mich. Man ist mit einer Taschenlampe ausgestattet, taucht in 15m Tiefe so dahin und bis auf den Fleck wo man hin leuchtet ist alles schwarz (ist schon auch etwas gruselig). Also wie gesagt, wir waren 3 Tage am Boot, die Zimmer waren klein aber schoen, das Essen war sehr gut und es hat uns beiden sehr gefallen. Gesehen haben wir einige ca. 1 1/2 m grosse Riffhaie (sind absolut ungefaehrlich) einige Schildkroeten, tausende bunte unterschiedliche Fische, wunderschoene Korallen, … .
Schaut euch am besten diesen Link von unserem Touranbieter an, da steht auch alles genau beschrieben und ihr habt Bilder von unserem tollen Boot.
http://www.prodive-cairns.com.au/3dayouterreef-de.html
Und wie schon gesagt, preislich war es auch absolut okay. Fuer diese 3 Tage haben wir zusammen ca. 550 Euro bezahlt, was ja fuer 10 Tauchgaenge und eine sehr schoene Bootstour nicht schlecht ist, oder?
Ansonst gibt es von Cairns nicht viel zu berichten. Es ist eine extreme Touristenstadt. Wenn man dieser Stadt die Touristen wegnehmen wuerde, waehre die Arbeitslosenrate sicherlich 90%.
Morgen geht es wieder weiter nach Singapur und wir freuen uns schon sehr auf Malaysia. Was uns auch noch sehr freut ist, dass wir Malaysia zu dritt bereisen werden. Dragos kommt am 2. Mai auch nach Singapur und wir machen dann fuer 10 Tage zu dritt Malaysia unsicher
. Falls sich jemand in der naechsten Zeit China (ist ja unser letzter Stop) anschauen will, nur schreiben, wir wuerden uns freuen
.
Martin und Petra
!!! es hat 2 Eintraege gegeben, d.h. beim vorigen zum Lesen beginnen.
@ Leichty: Es tut uns leid, wir haben beim Loeschen der 100ten bloeden, laestigen Spamcomments, die wir jede Woche bekommen, leider auch versehentlich deinen geloescht
. Bitte trag den Comment nochmals ein, Sorry.
Zwischen Darwin und dem Kakadu Nationalpark gab es noch 2 coole erwaehnenswerte Sachen zu sehen (welche alle was mit Krokodilen zu tun haben):
1. Jumping Crocodile Cruise:
Es handelt sich dabei um eine 1h Bootstour am Adelaide River. Auf eine Angel (ohne Hacken) wird ein schoenes Stueck blutiges Fleisch gehaengt und dann geht es los. Es dauert keine 2 Minuten und ein 4m grosses Kroko ist neben dem Boot und schnappt nach dem Fleisch. Das Kroko bekommt das Fleisch aber nicht gleich, sondern es muss es sich erst verdienen, d.h. der “Angler” zieht das Fleisch immer wenn es drauf hinschnappt in die Hoehe und somit kommt es dazu, dass diese 4m Riessen bis zu 2/3 ihrer Laenge aus dem Wasser springen. Schaut euch am besten die Animation auf der Homepage dieser Bootstour an:
http://www.jumpingcrocodile.com.au/index.html
Das schaut doch nach viel Spass aus, oder?
2. Darwin Crocodile Farm:
Insgesamt haben sie dort 30 000 Krokos und der Hauptzweck dieser Farm ist die Krokodil-Lederproduktion. Fuer Touristen gibt es aber jeden Tag um 14:00 eine Fuetterungsshow. Show ist vielleicht das falsche Wort, es werden halt ca. 50 tote Huehner an die bis zu 6m langen niedlichen Krokodile verfuettert. Man hoert richtig wie die Knochen der Huehner zermahlt werden und das Blut laeuft ihnen zwischen den Zaehnen raus (–> kein Weiberkram; Entschuldigung Doris
). Es ist vielleicht eh nicht jedermanns Sache diese Show, aber danach weiss man, dass man hier im Norden von Australien nicht schwimmen geht
. Auf folgender Seite koennt ihr ein Bild (mit leider schlechter Qualitaet) sehen, wie diese Fuetterung in etwa ablaeuft.
http://www.crocfarm.com.au/feeding.aspx
Beide Sachen kann ich nur sehr empfehlen und sie sind auch gar nicht teuer: Jumping Crocodiles ca. 12 Euro und Crocodlie Farm ca. 6 Euro
So nun waren wir schon in Darwin und wie wir das 1. Mal nach Darwin rein gefahren sind, sahen wir viele Autohaendler mit Schildern “Cash for Cars” und wir dachten uns, dass wir unser Auto schnell und leicht an einen Haendler verscherbeln koennen. Nach einem Grundputz innen und aussen fuhren wir sicherlich ca. 15 dieser Haendler ab und ueberall bekamen wir die Antworten “to old, to many km, …”. Wir waren darauf eingestellt, dass die Haendler wahrscheinlich nicht das zahlen werden, was wir gerne haetten. Aber es war so, dass sie uns nicht einmal ein Angebot mit billigem Preis machten, es hiess einfach immer nur ”NO”. Okay, unsere 1. Verkaufsidee ist somit mal massiv in die Hose gegangen. Von einigen Haendlern hoerten wir, dass hier Mitsubishi Magnas auch einfach einen schlechten Ruf haben, waere es ein Ford Falcon Kombi, waere er vielleicht interessiert, aber bei einem Magna absolut nicht. Das haben wir beim Kauf in Sydney natuerlich nicht wissen koennen, dass hier unser (gutes) Auto einen schlechten Ruf hat, aber nicht verzagen, die Geschichte hat ein Happy End.
Was macht man, wenn man es an keinen Haendler verkaufen kann? Genau man probiert es an andere Touristen zu verkaufen. In einem Internet Cafe haben wir uns im Word eine schoene Seite gemacht (Bilder vom Auto, alle Daten, …) und sind dann alle Touristen Hostels abgelaufen und haben unsere Zettel auf deren Infoboard angebracht. Um 9 Uhr in der Frueh hatten wir alle Zettel angebracht und wir hatten ehrlich gesagt ein eher schlechtes Gefuehl, dass sich jemand melden wird, weil die Hauptsaison beginnt hier erst in einem Monat und bei all den anderen Autoverkaufszetteln, die aufgehaengt waren, waren kaum Telefonnummern abgerissen worden (d.h. es haben nicht viele Touristen derzeit ein Interesse ein Auto zu kaufen). Im vergleich zu den 5-6 anderen Autoverkaufszetteln waren wir mit unserem Preis am besten, weil wir haben uns gedacht, wir legen den Preis eher etwas niedriger fest, als hier noch lange warten zu muessen, bis das Auto verkauft war. Um 9 Uhr haengten wir die Zettel auf und zu Mittag (12:00) war es verkauft, Juhuuuuuuuuu. Ein junger Koreaner kaufte es uns ab. Wir merkten gleich, dass er (wie wir auch) im Prinzip ueberhaupt keine Ahnung ueber Autos hat. Wir machten mit ihm 5 Minuten eine Rundfahrt, schauten 2 Minuten den Motor (bzw. Motoroel) an und er sagte ” okay I see it is a good car, I buy it “. Mag eh sein, dass er ein Profimechaniker ist und er nach 7 Minuten entscheiden kann, ob ein Auto gut ist oder nicht, aber er wirkte halt nicht so
. Um ehrlich zu sein, glaub ich aber eh wirklich selber auch, dass es ein gutes Auto ist und ich ihm keinen Schrott angedreht habe. Wir sind mit ihm ca. 10 000 km gefahren und hatten nie irgend ein Problem, was will man mehr?
Insgesamt hat mich das Auto somit ca. 1800 aust. $ = 1100 Euro gekostet. Fuer 50 Tage fahren und oft darin schlafen ist das eh nicht so schlecht. Wenn wir die “grosse Australienrunde” gemacht haetten (wussten wir beim Autokauf ja noch nicht), waere das Preis-Leistungsverhaeltnis noch deutlich besser gewesen, aber wir sind so auch sehr zufrieden damit. Nach dem erfolgslosen Autohaendlertag waren wir schon etwas besorgt, aber jetzt schlafen wir wieder wie ein Baby (mit 1100 Euro unter dem Polster vom Autoverkauf
)
Sonst gibt es zu Darwin eigentlich gar nicht all zuviel zu berichten.
Was wir hier machten, war:
Besichtigung eines alten, im 2. Weltkrieg in Sandstein gebauten, Oellagers, aber ist nicht die Welt.
Morgen fliegen wir weiter nach Cairns (bleiben dort nur 5 Tage) und dort wird dann etwas auf dem Great Barrier Reef getaucht.
Martin und Petra
So nach langer Fahrt sind wir nun in Darwin angekommen und hier gibt es (anders als im Outback) wieder ein Internet zu akzeptablen Preisen (2,5 Euro / h ).
Wir waren bei
Coober Pedy:
Coober Pedy ist ein kleines 3000 Einwohnerdorf und was es dort zu sehen gibt, ist einmalig. Wie gesagt, es ist die Opal-Edelsteinmetropole der Welt. Wuerde es dort nicht diese wunderschoenen Edelsteine geben, dann waere dort sicherlich kein einziges Haus, weil ausser oede Busch-Wuestenlandschaft gibt es im Umkreis von einigen 100 km dort absolut nichts. Die Opale sind zwischen 30 cm und 30 m tief in der Erde verborgen und es ist eine reine Glueckssache, ob man wo welche findet oder nicht. Man graebt ein Loch in die Erde und hofft, dass man was findet, Garantie hat man nie. Da es eine sehr unsichere Sache ist und man nie weiss, ob man die naechsten Jahre mal wieder einige Opale findet oder nicht, gibt es dort keine Firmen oder Unternehmen, die Opal abbauen, es ist einfach zu Unsicher fuer eine Firma. Abgebaut wird der Opal von abenteurlustigen Auswandereren von der ganzen Welt. Das muss man sich mal vorstellen, es leben dort 3000 Menschen und darunter sind 45 Nationen vertreten !!! Ich glaube ich brauche nicht dazusagen, dass solche Auswanderer, die irgendwo in einer endlosen Wueste ihr Glueck versuchen, nicht gerade Sensibelchen sind, sondern lauter raue Knaben (dementsprechend gibt es auch viele Bars
). Einige von diesen tausenden “Mienenarbeitern” sind in der Vergangenheit wirklich sehr reich geworden, aber man muss ehrlich sagen, die meisten vegetieren mit kleinen Funden dahin und hoffen halt auf den grossen Fund, der aber bei den meisten dann nie kommt. Weiters ist noch sehr speziell an diesem Dorf ,dass 70% der Einwohner unter der Erde leben. Der Grund dafuer ist das raue Klima. Im Sommer ist es hier extrem heiss (bis zu 50 Grad) und die Naechte im Winter kuehlen auch ganz schoen ab (bis 0 Grad). Da es in den Mienenstollen unter der Erde das ganze Jahr ueber konstante ca. 22 Grad hat, ist eine Wohnung unter der Erde natuerlich viel angenehmer und was weiters noch dafuer spricht, die Leute mussten sich ja nicht extra fuer ihre Wohnung ein Loch in die Erde graben, nein, sie nehmen einfach einen der unzaehligen erfolgslosen Mienenstollen und machen sich in den weichen Sandstein eine gemuetliche Wohnung rein. Somit gibt es in Coober Pedy viele sog. Dug-Out-Homes (=Haeuser unter der Erde), aber nicht nur Haeuser, wir waren auch in einer ”unterirdischen” Bar, Kirche, Opalshop, … Es war zwar deutlich teurer als der Campingplatz, aber 1 Nacht vergoennten wir uns in einem “Untergrund-Hotel” (ca. 35 Euro fuer ein Doppelzimmer). Wenn man dort ist muss man das machen und es war schon mal was nettes 8m unter der Erde zu schlafen.
http://www.radekadownunder.com.au/default_files/page0001.htm
Sie haben in Coober Pedy auch so lustige Sachen wie einen 18 Loch Golfplatz, bei dem es aber keinen einzigen Grashalm gibt, d.h. man spielt auf Dreck und Steinen (dafuer kostet er auch nur 6 Euro pro Tag) .
Einige einheimische bieten Touristen an, fuer wenig Geld ihr “Untergrundhaus” zu besuchen, was wir auch sehr empfehlen koennen.
10 km von Coober Pedy entfernt, kann man den laengsten Zaun der Welt bestauen (ja ich weiss ist nicht gerade das Top Highlight, aber immerhin). Das ist der sog. 5000 km lange Dingo-Zaun. Dingos sind die Wildhunde von Australien und nicht gerade die besten Freunde der Schafbauern. Somit haben sie einen Zaun gebaut und links vom Zaun sind Dingos –> Rinderbauern und rechts vom Zaun sind keine Dingos –> Schafbauern (klingt logisch oder
)
Ausserhalb vom Dorfgebiet darf man nicht herumspazieren, da es extrem gefaehrlich ist. Die buddeln dort wirklich wie die Maulwuerfe und es gibt im Umkreis geschaetzt 260 000, bis zu 30 m tiefe Loecher mit einem Durchmesser von ca. 50cm. Es sind schon einige Leute gestorben, die nicht aufgepasst haben und in so ein Loch gefallen sind.
Es gibt noch vieles mehr in Coober Pedy zu sehen, aber es ist schwer (und muehsam) alles in Worte zu fassen und ich finde leiter keine guten Bilder im Internet. Abschliessend kann ich nur sagen, so ein Dorf wie Coober Pedy gibt es glaub ich kein 2. Mal auf der Welt und ist fuer 2-3 Tage wirklich toll gewesen.
Ayers Rock & The Olgas:
Nach Coober Pedy fuhren wir laepische 700 km bis zum Ayers Rock. Wir sahen von ihm einen Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, machten den Basewalk rund um ihn (ca. 11km). Was mich auch noch sehr gereizt haette, war ihn zu besteigen. Er ist ja eh nur 300m hoch und es gibt einen Weg rauf und es waere sicher nicht schwer gewesen, da rauf zu gehen, aber eine Sache spricht halt dagegen, naemlich das der Berg heilig fuer Aboriginals ist. Es ist offiziell erlaubt und es wuerde nichts kosten, aber in meinem Reisebuch steht, dass die Besteigung vom Ayers Rock vergleichbar ist, wie wenn man in einer Kirche waehrend einer Messe auf den Altar herumhuepfen wuerde, was ja auch nicht unbedingt sein muss. Wissen tut es im Prinzip jeder Tourist, dass man eigentlich nicht raufgehen sollte, aber die Versuchung ist dann doch fuer viele zu gross und jeden Tag gehen einige Hundert rauf. Muss jeder fuer sich selber entscheiden, ob er da rauf geht oder nicht (schoen waere es sicher gewesen, aber ….).
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=en&q=ayers+rock+uluru
Wer hat von euch schon von den Olgas gehoert? Um ehrlich zu sein, ich hatte vor der Weltreise noch nie was davon gehoert. Es handelt sich dabei um Felsformationen, welche 50km vom Ayers Rock entfernt sind und diesen gleichen schoenen roten Stein haben. Das war fuer mich etwas sonderbar, jeder kennt den Ayers Rock aber kein Mensch die Olgas und uns persoenlich haben die Olgas aber um einiges mehr gefallen als der Ayers.
http://images.google.at/images?svnum=10&um=1&hl=en&q=olgas
Wir gingen dort den sog. “Valley of the Winds” Weg (10 km) und dort sieht man dieses typische Australien, wie man sich es im Bilderbuch vorstellt, rote Felsen, rote Erde, Buschlandschaft, … . Also ich will den Ayers Rock nicht schlecht machen, ist auch wunderbar aber die Olgas waren noch um das i-Typfelchen schoener
.
Kings Canyon:
Wieder ein paar Hundert km Fahrt und wir waren beim Kings Canyon. Wie der Name schon sagt handelt es sich dabei um einen Canyon (Schlucht). Zu einer Schlucht kann man nicht viel schreiben, mir hat der Kings Canyon sehr gut gefallen, siehe Fotos:
http://www.oztravelbugs.com/images/zmKingsCanyon1.jpg
http://www.stroudgate.net/bca/images/photos/078_04.jpg
Alice Springs:
Ihr werdet es wahrscheinlich schon vermuten, wir mussten wieder ein paar 100 km fahren um zur naechsten Sehenswuerdigkeit zu kommen, naemlich nach Alice Springs. Grob gesagt gibt es dort 2 Sachen zu sehen
1. School on Air:
Dabei handelt es sich um eine Schule, dessen Klassenzimmer so gross wie Mitteleuropa ist. Von dieser Station aus werden ca. 80 Kinder unterrichtet, welche irgendwo abgelgen auf einer Farm leben und natuerlich nicht jeden Tag in die Schule fahren koennen. Frueher erfolgte der Unterricht rein mit Hilfe von Funkgeraeten, aber seit einigen Monaten laeuft der Unterricht ueber das Internet und die Schueler koennen nun den Lehrer auch sehen, was die Sache ja doch um einiges erleichtert (man stelle sich nur vor, wie man z.B. bildnerische Erziehung rein ueber Funk machen sollte :) ). Wir hatten Pech, es waren naemlich gerade die Osterferien und anstatt den Lehrer live zu sehen, wie er vor seinem Computer aus 1000km entfernte Schueler unterrichtet, konnten wir nur eine Aufzeichnung sehen (war aber auch okay). Es war einmal eine etwas andere Schule, nicht so wie man es gewoehnt ist und die 1h Tour ist sehr zu empfehlen.
2. Flying Doctor Station:
In Australien haben sie die Flying Doctors, weil Retttungsautos sind in Ernstfaellen bei endlosen langen, rumpeligen Outbackstrassen nicht so optimal. Die Tour dauert auch ca. 1 h und man erfahert die Geschichte, … was nicht schlecht ist.
Devils Marbels & Kakadu Nationalpark:
Ich schreib jetzt gar nicht mehr, dass wir immer viel zwischen den Sehenswuerdigkeiten fahren mussten, ich glaube, dass ist euch nun eh schon klar.
Direkt neben dem Stuart Highway kommt man bei den Devils Marbles vorbei.
Bilder sprechen mehr als 1000 Worte also:
Am 14. April fuhren wir durch den kleinen Ort Katherine und da es laut Reisebuch der beste Ort fuer Digeridoos ist, kaufte ich mir dort mein Geburtstagsgeschenk. Einen Ton bekommt man innerhalb von 1 Minute raus, das ist nicht schwierig, aber das Problem ist es, dauerhaft ohne Pause spielen zu koennen. Man muss dazu eine spezielle Atemtecknik (circular breathing) erlernen, was nicht so einfach ist. Da wir das Digeridoo nicht in Malysia und China mit uns mitschleppen wollen, haben wir es mit einer Lern-DVD heimgeschickt und Zuhause wird dann fleissig geuebt –> alle Saxner die das lesen, bitte besorgt euch Ohrenstoepsel, Danke !
Von Katherine ging es weiter in den Kakadu Nationalpark. Dort machten wir die sog. Yellow Water Cruise. Es gibt dort ein sehr grosses Feuchtgebiet und man faehrt mit dem Boot herum und sieht Krokodile, viele Voegel, … .
Diese 2h Bootstour war eh nett und schoen, aber im Vergleich zu unserer 3 taegigen Pampa Tour in Bolivien, war es eher schwach. Wer nicht weiss, wieviele Tiere und sonst. man dort zu sehen bekommt, ist sicherich von der Bootstour hier in Australien begeistert, aber so war es fuer uns nicht wirklich der grosse Highlight. Erschreckend ist das Preis-Leistungsverhaeltnis schon sehr:
Boliven (Rurrenabaque):
3 Tage Tour (Essen, Quartier, viel mehr Tiere,…) 50 Euro
Kakadu Nationalpark:
2 Stunden Tour (kein Essen oder sonst. inkl. ) 33 Euro
Wie schoen waren die guten alten Suedamerika-Preise-Zeiten
!!!
Es wuerde noch mehr im Kakadu zu sehen geben, aber es ist jetzt gerade mal ein paar Wochen nach der Regenzeit und somit sind viele Strassen entwender komplett gesperrt, oder nur fuer 4WD freigegeben.
So nun bin ich wieder fast auf aktuellem Stand. Derzeit sind wir in Darwin, haben (nicht ganz ohne Probleme) unser Auto wieder verkauft (siehe naechsten Eintrag), … . Wahrscheinlich schreibe ich morgen nochmals, kann es aber nicht versprechen. Also bis bald
Martin und Petra